HIMMELSFREI®FREEDOM ABOVE
LernkapitelPrüfungstrainingGLEITSCHIRM · A-LIZENZ
HIMMELSFREI · A-LIZENZ LERNWELT · METEOROLOGIE

WIND
VERSTEHEN.

Du kannst den Wind nicht sehen. Aber du kannst lernen, ihn zu lesen. Von den ersten bewegten Blättern über die Hangkante bis zu Luv, Lee und Rotor.

Nicht nur für die Prüfung. Für jeden Start.

10 Lernkapitel2 interaktive Windexperimente20 eigene ÜbungsfragenFür Winden- und Hangstart

DEINE LERNREISE

Heute stehen Fragen wie „Wo ist das Lee?“, „Was geschieht hinter der Hangkante?“ oder „Wann entstehen Schaumkronen?“ noch nebeneinander. Am Ende dieses Kapitels wird daraus ein zusammenhängendes Bild.

SO LERNST DU MIT HIMMELSFREIJedes Kapitel beantwortet vier Fragen: Was passiert? Warum passiert es? Woran erkenne ich es? Was bedeutet es für meinen Flug? Die Prüfungsfragen am Schluss sind neu formulierte Trainingsfragen, keine amtlichen DHV-Prüfungsfragen.

01 / DAS FUNDAMENT

Warum bewegt sich Luft überhaupt?

Die Sonne erwärmt die Erdoberfläche unterschiedlich. Es entstehen Temperatur- und Luftdruckunterschiede. Luft beginnt zu strömen: Wind.

URSACHE

Druckunterschied

Die Druckgradientkraft setzt Luft von höheren zu niedrigeren Druckverhältnissen in Bewegung. Je größer der Druckunterschied auf kurzer Strecke, desto kräftiger kann die Strömung werden.

ABLENKUNG

Rotation & Reibung

Auf großräumiger Skala lenkt die Corioliskraft den Wind auf der Nordhalbkugel nach rechts ab. In Bodennähe bremst Reibung; dadurch weicht die Strömung vom freien Höhenwind ab.

Von H nach T – als GrundprinzipSchematisch, nicht maßstabsgetreu
HHochdruckTTiefdruckDruckgradientkraftReale Windbahn: zusätzlich von Erdrotation und Reibung beeinflusst
MERKSATZWind ist kein „Luftloch“, sondern bewegte Luft. Hoch, Tief, Corioliskraft, Reibung und das Gelände bestimmen gemeinsam, wie diese Bewegung an deinem Flugplatz aussieht.

02 / DAS VOKABULAR

Woher kommt der Wind – und wie stark ist er?

Die Windrichtung nennt immer die Richtung, aus der der Wind kommt: Nordwind weht von Norden nach Süden, Westwind von Westen nach Osten. 270° ist ein Westwind.

1 KNOTEN
1,852 km/h

Ein Knoten (kt) ist eine Seemeile pro Stunde.

1 METER PRO SEKUNDE
3,6 km/h

Windmessungen zeigen oft m/s statt km/h.

10 KNOTEN
18,5 km/h

Wichtige Überschlagsrechnung: kt × 1,852.

Mittelwind, Böe, Höhenwind

Mittelwind

Ein über ein Zeitintervall gemittelter Wert. Die Messdauer beachten – eine Momentaufnahme genügt nicht.

Böe

Kurzzeitiger Geschwindigkeitsanstieg. Für einen Gleitschirm kann die Spitze entscheidend sein.

Bodenwind

Wind nahe der Oberfläche, von Bebauung, Bewuchs und Reibung beeinflusst.

Höhenwind

Wind in höheren Luftschichten; er kann deutlich stärker und anders gerichtet sein als am Startplatz.

PRÜFUNGSFALLEEine Prognose von 15 km/h bedeutet nicht, dass es keine Böen über 15 km/h gibt. Die Messhöhe, Mittelungszeit, Böen und das Gelände müssen mitgedacht werden.

HIMMELSFREI · FLIEGERKOPFRECHNEN

Knoten, Kilometer, Meter und Fuß – ohne Taschenrechner.

Beim UL begegnen dir Knoten und Fuß, beim Gleitschirm oft km/h und Meter. Die Einheiten beschreiben dasselbe – du musst nur übersetzen können.

kt × 2 ≈ km/h10 kt ≈ 20 km/h (genau 18,52)
km/h ÷ 2 ≈ kt40 km/h ≈ 20 kt (genau 21,60)
m × 3,3 ≈ ft300 m ≈ 990 ft (genau 984 ft)
ft × 3 ÷ 10 ≈ m1.000 ft ≈ 300 m (genau 304,8 m)
m/s × 3,6 = km/h5 m/s = 18 km/h
km/h ÷ 3,6 = m/s36 km/h = 10 m/s

Eselsbrücke: „Knoten mal zwei, Fuß mal drei durch zehn.“ Für die schnelle Schätzung; alle exakten Ergebnisse liefert der Rechner. 1 kt ≈ 0,514 m/s. Bei Flugentscheidungen gelten die genauen Werte und die maßgeblichen Grenzen.

Exakte Grundlagen: 1 kt = 1,852 km/h; 1 ft = 0,3048 m. Geschwindigkeiten und Höhen sind unterschiedliche Größen und werden getrennt umgerechnet.

03 / WIND SEHEN

Beaufort: Wind erkennen, auch ohne Messgerät.

Warum Beaufort, wenn wir beim Gleitschirm km/h und beim UL Knoten verwenden? Weil du Wind auch an Blättern, Ästen, Fahnen und Wasser erkennen musst. Beaufort ist eine Beobachtungshilfe, keine bevorzugte Cockpiteinheit. Du hast keinen Windmesser dabei? Dann beobachte die Umwelt. Die Beaufortskala verknüpft mittlere Windgeschwindigkeiten mit typischen Wirkungen – kein Ersatz für eine reale Flugwetterbeurteilung.

Bftkm/hKnotenBezeichnung & Zeichen an Land
WÄHLE EINE ZEILETippe in der Beaufort-Tabelle auf eine Windstärke. Du erhältst einen Merksatz und die häufige Prüfungsverwechslung dazu.

Die Schaumkronen-Falle: Meer oder Binnensee?

AUF DEM MEER

Verbreitete weiße Schaumköpfe

4 Bft 20–28 km/h

Bei 3 Bft können schon vereinzelt kleine weiße Schaumköpfe auftreten. Bei 4 Bft sind sie auf der See bereits ziemlich verbreitet.

AUF BINNENSEEN · DWD LANDSKALA

Schaumkronen auf Seen

5 Bft 29–38 km/h

In der Beaufort-Landskala gelten Schaumkronen auf Seen als typisches Zeichen von frischem Wind. Entscheidend ist die präzise Frage.

WICHTIG FÜRS FLIEGENBeaufort bezieht sich auf typische mittlere Windgeschwindigkeiten etwa 10 m über freiem Gelände. Am Startplatz, an Kanten oder in Böen können ganz andere Werte auftreten. Eine Beaufortstufe ist niemals automatisch eine Startfreigabe.

04 / GELÄNDE LESEN

Luv, Lee, Stau – und die gefährliche Hangkante.

Stell dir vor, der Wind trifft von links auf einen Berg. Vor der Kante steigt die Luft. Hinter dem Berg kann sie absinken, verwirbeln und völlig unberechenbar werden.

Was der Wind mit einem Hang macht
LUVwindzugewandtLEEwindabgewandtHangaufwind / StauHangkanteRotor / TurbulenzWindrichtung →

Mäßiger Wind: Die Strömung wird an der Luvseite nach oben gelenkt. Hinter einer ausgeprägten Kante können Lee und Rotor entstehen.

LUV

Dem Wind zugewandt

Die Luft trifft auf den Hang und wird nach oben abgelenkt. Daraus entsteht dynamischer Hangaufwind (Soaring).

HANGKANTE

Übergang mit Überraschungen

Nahe der Geländekante kann der Wind beschleunigen. Dahinter kann er sich von der Geländeform lösen und turbulent werden.

LEE

Vom Wind abgewandt

Hinter dem Hindernis sind Abwind, Wirbel und Rotor möglich – auch wenn es am Boden scheinbar ruhig ist.

DAS MUSST DU IM KOPF SEHENVor dem Hang: anströmende Luft, Stau- und Hangaufwind. Über dem Kamm: mögliche Beschleunigung. Hinter dem Kamm: Lee mit Abwind, Ablösung und Rotor. Die tatsächliche Strömung hängt von Hangform, Windstärke, Schichtung und Thermik ab.
SICHERHEIT„Im Windschatten ist es ruhig“ ist ein gefährlicher Trugschluss. Ruhiger Bodenwind im Lee bedeutet nicht ruhige Luft darüber. Ein schematisches Diagramm darf niemals als feste Flugroute oder Sicherheitsabstand gelesen werden.
Wichtige Präzisierung zur Hangkante

Auf der windzugewandten Seite (Luv) kann die Luft am Hang aufsteigen. Im Bereich der Kante kann sie beschleunigen. Im Lee kann sie sich ablösen und einen Rotor bilden. Die Grafik ist ein Prinzipbild, keine Karte mit sicheren Flugzonen. Wo tatsächlich geflogen oder gestartet werden kann, hängt unter anderem von Hangform, Windrichtung, Stärke, Stabilität, Gelände und Flugerfahrung ab. Insbesondere ist die Kante selbst nicht automatisch ein sicherer Flugbereich.

05 / DIE UNSICHTBAREN STÖRUNGEN

Rotor, Düseneffekt, Turbulenz und Windscherung.

01 · ROTOR

Der Wirbel hinter Hindernissen

Gebäude, Bäume, Waldkanten, Bergrücken oder Geländesprünge können die Strömung ablösen lassen. Im Lee entstehen Wirbel. Gefahr: plötzliche Richtungsänderungen, Einklapper und Kontrollverlust.

02 · DÜSENEFFEKT

Wenn der Wind eingeengt wird

An Engstellen, Pässen oder Talverengungen kann die Luft beschleunigen. Die Windrichtung und Geländestruktur entscheiden; nicht jede Talverengung wirkt identisch.

03 · WINDSCHERUNG

Wenn sich der Wind abrupt ändert

Starke Änderung der Windgeschwindigkeit und/oder -richtung über eine kurze Distanz – horizontal oder vertikal. Besonders kritisch in Bodennähe und bei Start oder Landung.

04 · TURBULENZ

Mechanisch oder thermisch

Mechanische Turbulenz entsteht durch Hindernisse und Gelände. Thermische Turbulenz durch auf- und absteigende Luft; beide Effekte können sich verstärken.

Wo würdest du nicht fliegen?

✕ Dicht im Lee einer Baumreihe oder eines Gebäudes, nur weil der Windsack dort hängt
✕ Knapp hinter einer scharfen Hangkante bei kräftigem Wind
✕ In einer engen Geländedüse mit unklaren Böen und wenig Fluchtmöglichkeiten
✕ In der Nähe einer Windkraftanlage oder ihrer Wirbelschleppe

Merke: Eine pauschale Angabe „Rotor reicht immer x Meter“ wäre unseriös. Abstand und Stärke ändern sich je nach Hindernis, Wind und Stabilität der Luft.

06 / WIND UND FLUGWEG

Warum 35 km/h Fluggeschwindigkeit nicht 35 km/h über Grund bedeuten.

Dein Gleitschirm fliegt durch die umgebende Luft. Die Geschwindigkeit relativ zur Luft ist nicht identisch mit der Bewegung über dem Boden. Rückenwind erhöht, Gegenwind verringert die Geschwindigkeit über Grund. Seitenwind versetzt die Flugbahn.

Probier es aus: Fluggeschwindigkeit & GegenwindVereinfachtes Beispiel bei direktem Gegen-/Rückenwind
2550 km/h
30 km/h Rückenwind45 km/h Gegenwind
Geschwindigkeit über Grund
15km/h

Du bewegst dich gegenüber dem Boden noch mit 15 km/h vorwärts.

Flug durch die Luft →Wind ←

Die Darstellung zeigt nur eine Windkomponente entlang des Flugwegs, nicht alle aerodynamischen Einflüsse.

Windgradient: Die Falle beim Landeanflug

Durch Reibung ist der Wind bodennah oft schwächer als darüber. Fliegst du im Endanflug aus stärkerem Gegenwind in eine schwächere Windschicht, kann die relative Anströmung kurzfristig abnehmen. Dein Schirm kann durchsacken. Das wird besonders kritisch, wenn du sehr langsam fliegst oder wenig Bodenabstand hast.

FLIEGERISCHE KONSEQUENZNicht im Endanflug durch starkes Anbremsen „Höhe retten“. Fliege mit der sicheren, situationsgerechten Geschwindigkeit gemäß Ausbildung und Schirmhandbuch; erkennbare starke Windgradienten sollten vermieden werden.

Winddrift und Rückwärtsflug

Bei Seitenwind kann die Flugbahn seitlich versetzt werden, obwohl die Schirmnase in eine andere Richtung zeigt. Wird die Gegenwindkomponente größer als deine Vorwärtsgeschwindigkeit durch die Luft, kann die Geschwindigkeit über Grund rückwärts gerichtet sein. Näher am Gelände wird das schnell gefährlich.

07 / WIND MIT TAGESRHYTHMUS

Warum der Wind mittags anders sein kann als morgens.

BERG / TAL

Talwind tagsüber

Die Erwärmung der Berghänge begünstigt tagsüber Talaufwind und hangaufwärts gerichtete Strömungen. Talwinde können am Nachmittag kräftig werden.

BERG / TAL

Bergwind nachts

In der Nacht kühlt die bodennahe Luft ab. Kalte, dichtere Luft fließt hangabwärts und talabwärts. Auch Kaltluftseen können entstehen.

KÜSTE

Land- & Seewind

Bei typischer sommerlicher Seewindlage strömt tagsüber Luft vom kühleren Meer zum wärmeren Land. Nachts kann die Richtung umkehren.

Lokale Systeme überlagern einander

Ein Talwind kann anders wehen als der überregionale Höhenwind. Thermik kann einen schwachen Grundwind verstärken, abschwächen oder lokal umlenken. Daher reichen Wetter-App und ein einziger Windsack nicht aus – du musst das Gelände und den Tagesgang verstehen.

MERKSATZTagsüber oft hangaufwärts und taleinwärts, nachts oft hangabwärts und talauswärts. Das ist ein typisches Grundmuster, keine ausnahmslose Regel.

08 / GEFÄHRLICHE LAGEN

Wenn der Wind das Flugwetter kippen lässt.

GEWITTER

Böenfront / Outflow

Aus einem Gewitter ausfließende Kaltluft kann sich als kräftige Böenfront weit vor dem Niederschlag ausbreiten. Wind kann plötzlich zunehmen oder drehen. Gewitterlagen sind kein Gleitschirmflugwetter.

FÖHN

Auch blauer Himmel kann trügen

Föhn ist mit einer Gebirgsüberströmung verbundener Fallwind im Lee. Je nach Lage treten starke Böen, Lee-Rotoren und Turbulenzen auf – nicht nur bei sichtbarer Föhnmauer.

FRONT

Wetterwechsel & Kaltfront

Mit Fronten können Windrichtung und -stärke deutlich wechseln. Starkwind und Böen können schon vor dem eigentlichen Frontdurchgang auftreten.

THERMIK

Dust Devil / Staubteufel

Ein kleinräumiger, kräftiger Wirbel durch bodennahe thermische Prozesse. Sichtbar durch Staub, aber nicht immer erkennbar. Gefährlich besonders in Start- und Landeplatznähe.

STOPP-SIGNALERasch zunehmender oder drehender Wind, markante Böen, auffällige Wolkenentwicklung, Gewitter in der Umgebung, starke Windscherung oder nicht erklärbare Turbulenz sind Gründe, nicht zu starten oder die Flugplanung abzubrechen.

09 / VOR DEM START

Wind einschätzen – am Hang und an der Schleppwinde.

Weil Windenschlepp und Hangstart unterschiedliche Startarten sind, braucht es auch unterschiedliche Blickwinkel. Dass der Startplatz flach ist, macht die Windbeurteilung nicht überflüssig.

HANGSTART

Woher kommt die Anströmung?

Prüfe Hangexposition, freie Anströmung, seitliche Windkomponente, Böen, Hangkante und mögliche Leegebiete. Achte auf die Bedingungen über und hinter dem Startplatz – nicht nur auf den Windsack in Kopfhöhe.

WINDENSCHLEPP

Was passiert entlang der Schleppstrecke?

Windrichtung und Böen beeinflussen Kappenaufziehen, Startrichtung und seitliche Versetzung. Nach dem Ausklinken zählt auch der Höhenwind. Genaue Verfahren und Betriebsgrenzen bestimmt die verantwortliche Flugschule bzw. der Schleppbetrieb.

Das HIMMELSFREI-Windbriefing

01 Großwetterlage, Fronten, Gewitter- und Föhnrisiko geprüft?
02 Boden- und Höhenwind einschließlich Richtung und Böen verglichen?
03 Tagesgang, Thermik, Tal- und Hangwinde berücksichtigt?
04 Hindernisse, Lee, Düsen, Hangkanten und Landefeld beurteilt?
05 Start- und Landebedingungen mit der Ausbildung und den Betriebsgrenzen abgeglichen?
06 Veränderungen vor Ort beobachtet und gegebenenfalls Start abgesagt?

Für Prognosen nutze eine Kombination aus DHV Flugwetter, DHV Wetter-Links, amtlicher DWD-Information, lokalen Stationen und den konkreten Einweisungen deiner Flugschule.

KEINE PAUSCHALE WINDGRENZEWir nennen bewusst keine universelle maximale Windgeschwindigkeit für A-Schein-Piloten. Sie hängt unter anderem von Böigkeit, Gelände, Flugphase, Ausrüstung, Ausbildungsstand und den örtlichen Vorgaben ab. Eine Zahl allein kann eine sichere Startentscheidung nicht ersetzen.
Entscheidung statt Zahlengläubigkeit

Eine angezeigte Windgeschwindigkeit allein sagt nicht, ob ein Start sicher ist. Prüfe Windrichtung und Schwankungen, Böen, Windgradient, thermische Ablösungen, mögliche Leegebiete, Wetterentwicklung, lokale Geländeformen sowie die Anweisungen der Fluglehrkraft und die Betriebsgrenzen von Schirm und Schleppsystem. Bei Zweifeln: nicht starten.

10 / KOMPAKT WIEDERHOLEN

Die 12 Merkkarten, die sitzen müssen.

01 · Windrichtung

Wind wird nach seiner Herkunft benannt: Westwind kommt aus Westen.

02 · Gegenwind

Verringert die Geschwindigkeit über Grund.

03 · Rückenwind

Erhöht die Geschwindigkeit über Grund, nicht die Luftgeschwindigkeit.

04 · Luv

Windzugewandte Seite; an Hängen häufig dynamischer Aufwind.

05 · Lee

Windabgewandte Seite; Abwind, Rotor und Turbulenzen möglich.

06 · Hangkante

Mögliche Beschleunigung und Strömungsablösung hinter der Kante.

07 · Düse

Engstelle kann lokale Windgeschwindigkeit erhöhen.

08 · Windgradient

Bodennah oft schwächerer Wind; Gefahr bei plötzlichem Übergang.

09 · Windstärke 4

20–28 km/h; Zweige/dünne Äste bewegen sich.

10 · Windstärke 5

29–38 km/h; kleine Laubbäume schwanken, auf Seen Schaumkronen.

11 · Böen

Spitzen ernst nehmen, nicht nur den Mittelwert.

12 · Flugentscheidung

Wind ist immer im Zusammenspiel mit Gelände, Thermik und Wetterlage zu bewerten.

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Wie stark ist der Wind?“ Sondern: „Was macht dieser Wind genau hier – und was wird er als Nächstes tun?“

WISSEN ANWENDEN

Prüfungstraining: Wind.

20 selbst entwickelte Multiple-Choice-Fragen. Eine Antwort ist jeweils richtig. Nach jeder Antwort bekommst du eine verständliche Erklärung.

FRAGE · WIND

DEIN ERGEBNIS
0 / 20

Gut unterwegs.

Wissen wiederholen ↑

Diese Lernseite ist eine private, unabhängige Lernhilfe. Sie ersetzt weder Flugunterricht noch das aktuelle, offizielle DHV-Prüfungstraining und ist nicht vom DHV freigegeben.

TRANSPARENZ

Abgleichstand · 20. Oktober 2026

Themenabgleich mit dem öffentlich verfügbaren DHV-Lehrplan (Gleitschirm, Revision Januar 2024 / Dokument ab März 2024), der DHV-A-Lizenz-Seite sowie den DWD-Beaufortskalen. Die interaktiven Fragen sind selbst formuliert und nicht identisch mit dem zugangsbeschränkten, fortlaufend aktualisierten offiziellen DHV-Fragenkatalog. Wind ist nur ein Teilgebiet der A-Lizenz-Meteorologie; dieses Modul ersetzt keine vollständige A-Schein-Vorbereitung.

Besondere Vorsicht: vereinfachte Hang-/Rotorgrafiken zeigen keine sicheren Flugräume; keine pauschalen Startwindgrenzen ableiten. Eine am Boden geringere Windgeschwindigkeit kann beim Durchfliegen eines Gradienten die Anströmung vorübergehend verringern. Wind und Wetter stets vor Ort, mit Fluglehrkraft und den Gerätegrenzen beurteilen.

Quellen und fachliche Einordnung.

Orientiert am öffentlich verfügbaren DHV-Lehrplan (öffentlich verfügbaren Lehrplanfassungen), den Informationen des Deutschen Gleitschirm- und Drachenflugverbands sowie den Beaufort-Definitionen des Deutschen Wetterdienstes. Grafiken, Merksätze, Beispielrechnungen und Trainingsfragen sind redaktionell für HIMMELSFREI erstellt.

Stand der redaktionell überarbeiteten Lehrfassung: Oktober 2026. Vor öffentlicher Freigabe fachliche Schlusskontrolle anhand aktueller DHV-Unterlagen und nach Möglichkeit durch eine qualifizierte Fluglehrkraft einplanen. Die Webseite ist eine Vorschau; sie ändert die bestehende Homepage nicht.

Qualitätssicherung und Geltungsbereich

Die Umrechnungsfaktoren und die zentralen Begriffe wurden redaktionell überprüft; kritische Vereinfachungen zu Hangkante, Lee, Beaufort und Flugentscheidung wurden ausdrücklich eingegrenzt. Die 20 Fragen sind eigene Übungsfragen und keine offiziellen DHV-Prüfungsfragen. Diese Lernhilfe ist keine praktische Flugfreigabe und ersetzt weder aktuellen DHV-Fragenkatalog noch Ausbildungsbetrieb, Fluglehrkraft oder Herstellerangaben.

Fachliche Quellen zur abschließenden Gegenprüfung: DHV, DWD, EASA. Fachliche Endabnahme durch einen qualifizierten Gleitschirmfluglehrer ist vor öffentlicher Veröffentlichung weiterhin sinnvoll.

← Meteorologie-ÜberblickAlle Lernmodule →