Mehr als Platzrunde.
Für mein Motor-UL ist das BZF II nicht automatisch Voraussetzung für die Lizenz. Es erweitert aber meine Möglichkeiten, wenn mein Weg in kontrollierte Lufträume der Klassen C oder D führt.
Flugfunk · BZF II
Bevor ich in die Luft gehe, lerne ich, darin zu sprechen.
Flugfunk ist für mich mehr als vorgeschriebene Phraseologie. Er ist Teil des Fliegens – präzise, konzentriert und irgendwann hoffentlich so selbstverständlich wie der Blick nach draußen.
Warum überhaupt BZF?
Das BZF II ist für meinen Weg kein Pflicht-Häkchen, das ich allein für den UL- oder Segelflugschein brauche. Luftsportgeräte und Segelflugzeuge sind außerhalb der Lufträume B, C und D von der Flugfunkzeugnis-Pflicht ausgenommen. Interessant wird das BZF dort, wo kontrollierter Luftraum und Flugverkehrskontrolle ins Spiel kommen – und genau da möchte ich nicht nur dürfen, sondern sicher funken können.
Für mein Motor-UL ist das BZF II nicht automatisch Voraussetzung für die Lizenz. Es erweitert aber meine Möglichkeiten, wenn mein Weg in kontrollierte Lufträume der Klassen C oder D führt.
Auch beim Segelflug ist das BZF nicht allein wegen der SPL vorgeschrieben. Außerhalb B, C und D gilt dieselbe Ausnahme. Für Streckenflug und souveräne Kommunikation bleibt Funkkompetenz trotzdem ein echter Gewinn.
Ich mache das BZF, weil ich meinen fliegerischen Horizont nicht an einer Luftraumgrenze enden lassen möchte. Verstehen, zuhören, klar antworten – das gehört für mich zu sicherem Fliegen.
Rechtsgrundlage: § 1 FlugfunkV. Das BZF II berechtigt bei VFR-Flügen zum Sprechfunk in deutscher Sprache innerhalb Deutschlands.
Mein Weg zum Funkzeugnis
Mein BZF-Weg begann ganz klassisch und ganz real: mit einem Präsenzkurs bei AIRMAN auf dem Flugplatz Bienenfarm. Danach folgten mehrere Online-Sprechtrainings. Genau diese Mischung aus Theorie, Wiederholung und tatsächlichem Sprechen macht für mich den Unterschied.
Präsenzunterricht bei AIRMAN: Grundlagen, Verfahren und Phraseologie – verständlich aufgebaut und nah an der Praxis.
Danach wurde gesprochen. Mehrfach. Online, direkt, mit Korrektur und Wiederholung. Denn der Kopf kann einen Funkspruch kennen – der Mund muss ihn trotzdem noch lernen.
Buch, Fragenkatalog und App ergänzen das Training. Mein Ziel: nicht irgendeinen Prüfungssatz aufsagen, sondern verstehen, was wann und warum gefunkt wird.
Sprechfunk · Headset · Konzentration
Das Headset passt für mich genau zu diesem Teil der Ausbildung: zuhören, sauber sprechen, konzentriert bleiben – und sich im Cockpit Schritt für Schritt sicherer fühlen.
Meine Lernbegleiter
AIRCADEMY · Eisenschmidt
Der AIRCADEMY Complete BZF-Guide ist für mich die solide Basis zum Nachlesen und Verstehen. Er führt durch den Stoff für BZF I und II und verbindet theoretische Inhalte mit praktischen Sprechfunkbeispielen.
Ich nutze ihn gleich doppelt: als klassisches Buch in Papierform – zum Markieren, Zurückblättern und konzentrierten Lernen – und sehr gern digital auf dem iPad. Gerade unterwegs oder für das schnelle Nachschlagen ist die digitale Variante für mich ideal.
BZF-Guide bei Eisenschmidt ↗VirtualTower · App
VirtualTower macht aus Phraseologie echtes Training: Push-to-Talk drücken, sprechen, die Antwort des virtuellen Lotsen bekommen und unmittelbar sehen, was gepasst hat – oder eben noch nicht.
Besonders stark finde ich die Verbindung aus Sprechtraining, direktem Feedback, Theorie, Funk-Lauschen, Prüfungsmodus und Funkablauf-Generator. Für mich ist genau das die Brücke zwischen „ich kenne die Regel“ und „ich kann den Funkspruch jetzt wirklich absetzen“.
VirtualTower ansehen ↗Das Ziel
Für das 4. Quartal 2026 bin ich für die BZF-II-Prüfung in Berlin angemeldet. Das BZF II berechtigt zum Sprechfunk in deutscher Sprache bei VFR-Flügen innerhalb Deutschlands. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.
100 Multiple-Choice-Fragen aus dem amtlichen Fragenkatalog. Der Stoff wirkt anfangs umfangreich, lässt sich aber sehr systematisch lernen – genau hier helfen mir der AIRCADEMY-Guide und die wiederholte Beschäftigung mit den Fragen.
Im praktischen Teil wird ein VFR-Flug von und zu einem Flugplatz mit Flugverkehrskontrolle mit amtlichen Unterlagen soweit vorbereitet, wie es für den Funk erforderlich ist. Danach folgt der simulierte Sprechfunkverkehr auf Deutsch – mit den festgelegten Redewendungen, Verfahren sowie möglichen Not- und Dringlichkeitssituationen.
Nicht möglichst schnell reden. Sondern zuhören, die Lage verstehen, den richtigen Zeitpunkt treffen und klar, knapp und eindeutig funken.
AIRMAN · D-MTWH
Theorie, Training und Cockpit gehören am Ende zusammen. Der Funk ist keine eigene Welt neben dem Fliegen – er ist ein Teil davon.
Toralf arbeitet zusammen mit Cedric an Airman Companion, einer digitalen Lernplattform rund um die UL-Theorie. Für meinen BZF-Weg ist das nicht der Hauptpunkt – aber es passt zu AIRMAN und zeigt, wie dort Ausbildung und digitales Lernen zusammengedacht werden.
Prüfungsgrundlage: Verordnung über Flugfunkzeugnisse (FlugfunkV), Anlage 1, sowie der jeweils aktuelle Fragen- und Antwortenkatalog der Bundesnetzagentur. Externe Angebote sind persönliche Lernempfehlungen und keine bezahlte Werbung.