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HIMMELSFREI
Lernwelt · A-Lizenz · Meteorologie

Meteorologie.
Verstehen statt raten.

Ein interaktives Lernskript, das die prüfungsrelevanten Zusammenhänge sichtbar macht – vom Luftpaket über Thermik und Föhn bis zu Gewitter, Talwind und Fronten.

am offiziellen Prüfungsstoff ausgerichtet9 Meteorologie-KapitelPrüfungsnahe Checks
HIMMELSFREI Meteorologie: Gleitschirmflug mit Wetterfronten und Drucksystemen
Wetter sehen, Zusammenhänge verstehen, sicher entscheiden.
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Inhaltsverzeichnis

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So ist diese Lernwelt gebaut

Jedes Modul beginnt mit dem Warum, erklärt anschließend die prüfungsrelevanten Fakten und verknüpft sie mit einer anklickbaren Skizze. Die Mini-Checks sind eigenständig formuliert und dienen dem Verständnis der Lernziele.

Merke: Hier lernst Du Zusammenhänge – nicht Buchstabenpositionen.

Die drei Ebenen einer Wetterentscheidung

1 · GroßwetterHoch/Tief, Fronten, Föhnlage, Höhenwind und Entwicklung.
2 · Region & GeländeSchichtung, Thermik, Talwind, Luv/Lee, Düsen, Konvergenzen.
3 · Vor OrtWind, Böen, Wolkenentwicklung, Niederschlag, sichtbare Warnzeichen – plus Abgleich mit der Prognose.
1

Grundlagen: Was die Luft mit uns macht

Prüfungsbezug: Grundlagen
Luftdruck, Höhe und aufsteigende Luft
Der mittlere Luftdruck auf Meereshöhe beträgt 1013,25 hPa. Im Prüfungsmodell halbiert er sich ungefähr alle 5500 m.
Steigt ein Luftpaket auf, sinkt der Umgebungsdruck. Das Paket dehnt sich aus, kühlt ab und die relative Feuchte steigt.
Zeigt ein am Vortag korrekt eingestellter Höhenmesser am gleichen Ort mehr Höhe, ist der Luftdruck gefallen.
🧠 Druck ↓ → Volumen ↑ → Temperatur ↓ → relative Feuchte ↑
Atmosphäre, Troposphäre, Tropopause

Die Lufthülle heißt Atmosphäre. Das Wetter spielt sich in der Troposphäre ab. Ihre Obergrenze ist die Tropopause; in mittleren Breiten liegt sie im Mittel bei etwa 11 km MSL. Oberhalb der Tropopause befindet sich eine für die A-Schein-Theorie relevante Sperrschicht.

Für das Wetter besonders wichtig ist der Wasserdampf.

Inversion und Isothermie

Isothermie: Die Temperatur bleibt über eine Höhendifferenz gleich. Inversion: Die Temperatur nimmt mit der Höhe zu. Beides wirkt als Sperrschicht für aufsteigende Thermik.

Eine Bodeninversion entsteht typischerweise, wenn der Boden nachts ausstrahlt, sich abkühlt und die direkt aufliegende Luft mit abkühlt.

Warum „ruhiges Hochdruckwetter“ nicht automatisch Anfängerwetter ist

Auch Hochdruckeinfluss mit schwachem Wind und normaler Thermik kann unerfahrene Piloten fordern. Besonders kritisch sind generell Änderungslagen, vor allem gegen Ende einer Hochdruckperiode.

Große Gefahren für alle: Leethermik, Kaltfrontdurchgänge/Gewitter und Föhn.

Was passiert beim Aufsteigen – und beim Absinken?

HIMMELSFREI Infografik zum adiabatischen Aufsteigen eines Luftpakets

Für die Beschriftungen: Grafik seitlich wischen.

Tippe auf „Aufstieg abspielen“ in der Grafik.
Physikalisch entscheidend: Beim Aufsteigen nimmt der Umgebungsdruck ab. Das Luftpaket expandiert und kühlt sich adiabatisch ab. Ist es ungesättigt, beträgt die trockenadiabatische Temperaturänderung näherungsweise 1 °C pro 100 m. Wird der Taupunkt erreicht, kann Kondensation einsetzen; gesättigte Luft kühlt beim weiteren Aufsteigen langsamer ab.
↑ Aufsteigen: Umgebungsdruck ↓ → Expansion → Temperatur ↓ → relative Feuchte steigt → bei Erreichen des Taupunkts Kondensation/Wolkenbildung möglich.
1 · Erwärmung / Auftrieb
Sonnenenergie erwärmt den Boden; bodennahe Luft kann dadurch gegenüber ihrer Umgebung wärmer und weniger dicht werden. Ob sie weiter steigt, hängt von der Schichtung ab.
2 · Expansion
Mit zunehmender Höhe sinkt der Umgebungsdruck. Das aufsteigende Luftpaket dehnt sich aus.
3 · Adiabatische Abkühlung
Für die Expansion wird Arbeit geleistet: Das Luftpaket kühlt ohne erforderlichen Wärmeaustausch mit der Umgebung ab.
4 · Taupunkt & Wolke
Erreicht das Luftpaket Sättigung, kann Wasserdampf kondensieren. Thermik kann aber auch als Blauthermik ohne sichtbare Wolke bestehen.
5 · Stabilität zählt
Ein Luftpaket steigt nicht automatisch unbegrenzt. Temperatur/Dichte des Pakets im Vergleich zur Umgebung entscheiden über weiteren Auftrieb; Inversionen können deckeln.
6 · Gegenprozess
Beim Absinken: Umgebungsdruck ↑ → Kompression → Temperatur ↑ → relative Feuchte sinkt; vorhandene Wolkentröpfchen können verdunsten.
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Wetterinformationen & Karten lesen

Prüfungsbezug: Wettervorhersage
Isobaren: Druckverteilung wird Wind

Isobaren verbinden Orte gleichen Luftdrucks. Aus ihrem Verlauf lässt sich grob Hoch-/Tiefdruckeinfluss sowie Windrichtung und -stärke ableiten.

Weit auseinander: flache Druckverteilung, eher schwache/umlaufende Winde bis Windstille. Die bodennahe Windrichtung weicht wegen Reibung von den Isobaren ab; über Meer ist diese Abweichung geringer als über Land.

Welche Informationen zählen wirklich?

Für Deutschland bzw. Österreich sind die Online-Segelflugwetterberichte von DWD bzw. Austro Control wichtige geeignete Informationsquellen. Der DHV bündelt flugsportspezifische Wetterinformationen und relevante Quellen.

Webcams liefern Zusatzinformationen, ersetzen aber keinen Flugwetterbericht. Eingeblendete Windwerte sind vorsichtig zu bewerten.

Niederschlagsradar zeigt aus Radarmessungen abgeleiteten Niederschlag. 850 hPa entspricht ungefähr 1500 m MSL und ist für die Höhenwindbeurteilung wichtig.

TEMP, Inversion und turbulente Deckel

Eine labile, trockene Luftmasse kann kräftige Thermik liefern. Trifft sie oben auf eine starke Inversion, können sich im Bereich der Inversionsuntergrenze stark turbulente Verhältnisse ausbilden.

🧠 „Badewetter“ am Boden ≠ automatisch gutes Flugwetter
Frontsymbole, Windfahnen und Überentwicklung

Prüfungsrelevant sind die Symbole für Kaltfront, Okklusion und Warmfront sowie Windfahnen. Im Katalog steht eine Windfahne für 15 kt aus Nordost. „Überentwicklung“ bedeutet starkes Vertikalwachstum von Cumuli zu Schauer- oder Gewitterwolken.

Wetter-Funnel: von groß nach lokal

1 · Großwetter & Fronten 2 · Höhenwind & TEMP 3 · Region & Lokalwind 4 · Vor Ort© 2026 HIMMELSFREI 🌤️
Tippe eine Ebene an.
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Wolken: Die Sprache des Himmels

Prüfungsbezug: Wolken
Orientierung am Himmel

Die Wolkenstockwerke über Mitteleuropa

Ungefähre Höhen der Wolkengattungen – vom Boden nach oben gelesen.

Hohe Wolken5–13 kmmeist aus Eiskristallen
Cirrus · CiCirrostratus · CsCirrocumulus · Cc
Mittelhohe Wolken2–7 kmüberlappt mit dem hohen Stockwerk
Altostratus · AsAltocumulus · AcNimbostratus · Ns*
Tiefe Wolken0–2 kmWolkenbasis oft in diesem Bereich
Stratus · StStratocumulus · ScCumulus · Cu*Cumulonimbus · Cb*

*Wichtig: Cumulus und Cumulonimbus beginnen häufig mit ihrer Basis im tiefen Stockwerk und können weit darüber hinauswachsen. Nimbostratus gehört zum mittleren Stockwerk, reicht aber oft in andere Stockwerke hinein.

Die Bereiche sind ungefähre Höhen über der Erdoberfläche in mittleren Breiten; sie sind keine festen Wolkenuntergrenzen und überlappen sich. Bei Flugwetterangaben GND (über Grund) und MSL (über Meeresspiegel) auseinanderhalten. Grundlage: WMO International Cloud Atlas, Wolkenstockwerke.

Wolkenfamilien, die Du sicher erkennen solltest

Oben: Cirrus, Cirrostratus, Cirrocumulus. Mittel: Altostratus / Altocumulus. Haufenwolke: Cumulus. Dauerregen: Nimbostratus. Gewitter: Cumulonimbus (CB).

Eine Schichtwolke um 5000 m MSL: Altostratus. Eine Haufenwolke um 1500 m GND: Cumulus.

Vorboten: Castellanus, Floccus, Cirren

Ac castellani oder flockige Schäfchenwolken nach mehreren Schönwettertagen weisen auf Labilisierung in der Höhe und erhöhte Überentwicklungs-/Gewitterwahrscheinlichkeit bzw. eine mögliche Kaltfrontannäherung hin.

Sich verdichtende Cirren können eine Warmfront ankündigen – oder Teil eines Gewitterambosses sein.

Lenticularis, Rotor & „stehende“ Wolken

Lenticularis-Wolken können trotz hoher Windgeschwindigkeit ortsfest wirken, weil sie ständig durchströmt werden und aus fortlaufend neu kondensierenden Tröpfchen bestehen. Lenticularis mit Rotorwolke darunter ist ein deutliches Föhn-/Turbulenzwarnzeichen.

Nebel und Niederschlag

An Nebeltagen reicht ein kurzfristiges „Fenster“ nicht: Der Nebel muss sich im Flugbereich großflächig und nachhaltig aufgelöst haben. Schauer sind heftige, räumlich und zeitlich begrenzte Niederschläge; CB steht typischerweise für Schauer, Nimbostratus für anhaltenden Niederschlag.

Wolken erkennen · Bild antippen

Wähle eine Wolke ausTippe auf ein Foto: Dazu erscheinen Merkmale, Bedeutung und Bildnachweis.

Fotografische Erkennungskarten; Bildnachweise erscheinen beim Antippen. Höhe und Erscheinung können je nach Wetterlage variieren.

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Föhn: Schönes Wetter kann trügerisch sein

Prüfungsbezug: Föhn
Föhn ist kein reines Alpenphänomen

Föhnerscheinungen können überall dort auftreten, wo eine stärkere großräumige Strömung quer auf Berg- oder Hügelketten trifft. Das bekannte Wolkenbild ist nicht zwingend: Es kann sogar wolkenlos sein.

Die drei Hauptgefahren

Extreme Windgeschwindigkeit, heftige Turbulenz (Rotoren, unmittelbares Lee, wandernde Wirbel) und ein rascher Föhndurchbruch auch in zunächst geschützte Lagen.

Föhnschneisen/-gassen sind typische Bereiche, in denen der Durchbruch besonders schnell erfolgen kann.

„Einschlafen“ ist kein Entwarnungsbegriff

Beim „Einschlafen“ hebt ein lokaler Kaltluftsee die wärmere Föhnströmung an. Trotzdem können starke Föhnböen bis zum Boden durchbrechen. Ein Kaltluftsee kann im Tagesverlauf sehr schnell ausgeräumt werden.

Wie Föhn zuverlässig erkannt wird

Der sichere Weg ist der Flugwetterbericht mit Föhnprognose/Druckdiagramm plus aktuelle Windmeldungen von Messstationen. Nur auf Startplatzwind, gute Sicht oder Lenticularis zu schauen reicht nicht.

Föhn-Querschnitt

Föhn-Querschnitt: feuchte Luft steigt im Luv auf, trockene Föhnströmung sinkt im Lee ab; Lenticularis und Rotorzone sind dargestellt

Für die Beschriftungen: Grafik seitlich wischen. Die Erklärungen stehen darunter in lesbarer Schrift.

Tippe einen Aspekt an.
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Thermik: Wo Aufwind entsteht – und wo er gefährlich wird

Prüfungsbezug: Thermik
Quelle, Sammlung, Abrisskante

Im Flachland sind trockene Wiesen und reife Kornfelder besonders gute Wärmequellen. Warmluft kann sich sammeln und löst sich durch Temperaturvorsprung, Windimpuls und/oder andere Bewegungsimpulse.

Abrisskanten sind Geländeverläufe, an denen sich Thermik vom Boden löst: im Gebirge z. B. Kammlinien, Hangknicke, Schneegrenzen; im Flachland Waldkanten, Gewässerränder oder der Vorderrand wandernder Wolkenschatten.

Wolkenthermik vs. Blauthermik

Der größte Vorteil von Wolkenthermik ist die sichtbare Information: Wolken zeigen Verteilung, Höhe, Versetzung und Phase von Aufwinden. Blauthermik hat dagegen keine Abschattung durch Cumuli, keine Cumulus-Überentwicklung und kein unbeabsichtigtes Einfliegen in Wolken.

Sperrschicht & wechselnde Steigrate

Eine Inversion/Isothermie stoppt Thermik rasch, weil der Temperaturvorsprung des Aufwinds zur Umgebung mit jedem Meter kleiner wird. Die Steigrate kann sich mit der Höhe mehrfach ändern – abhängig von der Schichtung (TEMP).

Lee, starke Thermik und Dustdevils

Leethermik ist häufig stärker, aber viel turbulenter und für Gleitschirme gefährlich. Starke Thermik kann Einklapper begünstigen und weniger geübte Piloten deutlich überfordern.

Dustdevils werden begünstigt durch schwachen Wind / leebedingte Windschwäche, gradientstarke Thermik, Trockenheit und Hitze.

Thermik · Entstehung, Erkennen & Fliegen

Thermik: Sonneneinstrahlung erwärmt den Boden, Warmluft löst sich ab und steigt; mögliche Cumulusbildung und Drift mit dem Wind

Für die Beschriftungen: Grafik seitlich wischen. Die Erklärungen stehen darunter in lesbarer Schrift.

Sonneneinstrahlung erwärmt Oberflächen unterschiedlich stark. Trockene, dunkle und sonnenbeschienene Flächen können gute Wärmequellen sein; Gelände und Wind beeinflussen die Ablösung.
Erwärmte bodennahe Luft kann gegenüber ihrer Umgebung eine geringere Dichte besitzen und dadurch Auftrieb bekommen. Sie kann sich als Thermikblase bzw. in wiederkehrenden Ablösungen lösen; Gelände, Konvergenzen und Abrisskanten können die Ablösung begünstigen.
Erreicht aufsteigende feuchte Luft das Kondensationsniveau, kann Cumulus entstehen. Fehlt sichtbare Quellbewölkung, kann trotzdem nutzbare Blauthermik vorhanden sein.
Labile Schichtung begünstigt kräftige Vertikalbewegung. Eine stabile Schicht oder Inversion kann die Thermikhöhe begrenzen oder die Steigrate verändern.
Thermik steht nicht zwingend senkrecht über der Quelle. Wind kann Thermik versetzen oder neigen; beim Zentrieren müssen Windrichtung und Drift mitgedacht werden.
Starke Thermik kann turbulent sein; Leethermik und Dust Devils sind besonders kritisch. Wolkenentwicklung auf Überentwicklung prüfen und Wolkenabstände einhalten.

Dust Devils · Entstehung, Erkennen & Gefahr

Dust Devils: Entstehung durch starke Bodenerwärmung, aufsteigende Warmluft und bodennahe Konvergenz; typische Bedingungen und Gefahren für Gleitschirmpiloten
Dust Devil: Entstehung und rotierende aufsteigende Warmluft
Entstehung: Starke Bodenerwärmung erzeugt aufsteigende Warmluft; bodennahe Konvergenz und Drehimpuls können den Wirbel organisieren.
Typische Bedingungen für Dust Devils
Begünstigend: starke Sonneneinstrahlung, trockener Boden, geringe Windstärke und kräftige Thermik – auch in windschwachen Lee- oder Konvergenzbereichen.
Dust Devils erkennen
Erkennen: Staub ist nur ein möglicher Hinweis. Auch plötzlich bewegte Vegetation, Windanzeiger oder ungewöhnliche bodennahe Luftbewegungen können warnen.
Gefahren und Verhalten für Gleitschirmpiloten
Für Piloten: starke Vertikalbewegungen und Turbulenz können besonders beim Starten und Landen kritisch sein – sichtbare Wirbel großzügig meiden.
Merke: Ein Dust Devil kann auch ohne sichtbare Staubfahne existieren. Besonders am Start- und Landeplatz sind ungewöhnliche Staubbewegungen, plötzlich bewegte Vegetation oder Windanzeiger ernst zu nehmen.
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Wind im Gesamtbild: Luv, Lee und Flugentscheidung

Prüfungsbezug: Wind, Hangaufwind, Luv und Lee · Überblick

Wind entsteht durch Druckunterschiede. An Bergen, Kanten und Hindernissen wird die Strömung umgelenkt. Luv ist die dem Wind zugewandte Seite, Lee die abgewandte – dort können Turbulenz und Rotoren entstehen.

Was muss ich im Flugwetter-Gesamtbild erkennen?

Richtung, Geschwindigkeit, Böigkeit, Geländeeinfluss und die Entwicklung im Tagesverlauf gehören zusammen. Ein einzelner Windwert reicht nicht für eine sichere Startentscheidung. Wind darf nicht losgelöst von Wolken, Thermik, Fronten und Gewitterrisiko beurteilt werden.

Wo lerne ich die Winddetails?

Das vertiefende Modul erklärt Windentstehung, Beaufort, Windgradient, Luv und Lee, Rotoren, lokale Windsysteme und den Einfluss beim Winden- und Hangstart. Es bietet interaktive Grafiken, Umrechnungsmerker und eigene Trainingsfragen.

Wind vertiefen

Das eigenständige Windkapitel ist Teil dieser Meteorologie-Lernwelt – keine zweite Meteorologie-Ausbildung.

Zum interaktiven Windkapitel →

Luv & Lee · Windgradient · Startentscheidung · Wind-Quiz

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Gewitter: Nicht die Wolke allein ist die Gefahr

Prüfungsbezug: Gewitter
Vereisung: der sichtbare Wendepunkt

Haufenwolken beginnen im Prüfungsmodell im oberen Bereich typischerweise um −12 °C zu vereisen. Die blumenkohlartige Struktur wird dort diffuser, faserig/rauchartig – der Amboss entsteht.

Gewittergefahren

Extreme Turbulenz, starke Auf-/Abwinde, Starkniederschlag, Graupel/Hagel, Sicht- und Orientierungsverlust, Blitzgefahr sowie weit ausgreifende, böige Kaltluftausflüsse.

Die Böenwalze kann weit vor dem eigentlichen Gewitter mit hohen Windgeschwindigkeiten und Turbulenzen wirksam werden.

Das Entscheidende: nicht warten

Starkes vertikales Cumuluswachstum bei gleichzeitig sinkender Basis ist ein klares Warnsignal. Wenn eine ungünstige Änderung erkannt wird, darf die Abbruchsentscheidung nicht hinausgezögert werden.

Prüfungsbotschaft: Ein Gewitter 20 km entfernt kann über seine Kaltluftausflüsse sehr schnell das eigene Tal beeinflussen.
Frontgewitter

Gewitter sind besonders wahrscheinlich an Kaltfronten. Frontgewitter können zu jeder Tageszeit entstehen, wenn hochreichende Kaltluft einbricht.

Gewitter · Gefahren reichen weit voraus

Gewitter: Entwicklung, Amboss, starke Auf- und Abwinde, Böenfront und Kaltluftausfluss

Für die Beschriftungen: Grafik seitlich wischen. Die Erklärungen stehen darunter in lesbarer Schrift.

Gewitter brauchen ausreichend Feuchte, eine labile Schichtung und einen Auslösemechanismus, der Luft zum Aufsteigen bringt.
Aus kräftigen Quellwolken kann ein Cumulonimbus entstehen. Rasches vertikales Wachstum und Ambossbildung sind deutliche Warnzeichen.
In Gewittern treten extreme Vertikalbewegungen auf. Starke Abwinde können am Boden ausströmen und weit vom Niederschlagskern wirksam werden.
Kaltluftausfluss kann eine Böenfront erzeugen: Windrichtung und Windstärke können sich abrupt ändern, mit heftigen Böen und Turbulenz.
Blitzschlag, Hagel, Starkregen, Turbulenz und starke Sogwirkung gehören zu den Gefahren. Der gefährliche Einflussbereich reicht deutlich über die sichtbare Wolke hinaus.
Gewitter nicht „umfliegen“. Bei deutlicher Gewitterentwicklung rechtzeitig landen und großen Abstand zum Gewitter und seinem Ausflussbereich halten.
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Alpines Wetter & Talwind

Prüfungsbezug: Alpines Wetter / Talwind
Warum Berge jede Prognose „verbiegen“

Berge blockieren, kanalisieren und lenken Wind um. Hinzu kommen Talwind, Hangauf-/abwind und Düsen. Deshalb können Windrichtung und Windstärke am Startplatz stark von der großräumigen Strömung abweichen.

Talwind: viel mächtiger als nur bodennah

Talwind kann 1000 m und mehr über Talgrund reichen. Die Windgeschwindigkeit nimmt oft erst in Bodennähe deutlich ab. An Schönwettertagen weht er in der Regel nachmittags talaufwärts.

Verengungen erhöhen Windgeschwindigkeit und Turbulenzgefahr; Prallhänge können dynamischen Aufwind liefern.

Konvergenzen & mehrere Windsysteme

Treffen Lokalwinde zusammen, entstehen Konvergenzen. Darüber können Aufwinde liegen; Konvergenzen können ortsfest oder wandernd sein. In Bodennähe können die Verhältnisse schwer kalkulierbar sein.

Kaltluftausfluss im Tal

Bei Kaltfront-/Gewitterausflüssen kann sich Kaltluft kilometerweit bodennah durch Täler ausbreiten: erhebliche Windzunahme, Turbulenz, großflächiges Steigen und tiefe Wolkenbildung sind möglich.

Auf Gletschern ist an windschwachen Tagen mit Abwind zu rechnen.

Talwind · Tagesgang & Wechselwirkungen

Talwind: tagsüber talaufwärts gerichtete Strömung, Hangaufwind und Wechselwirkungen im alpinen Tal

Für die Beschriftungen: Grafik seitlich wischen. Die Erklärungen stehen darunter in lesbarer Schrift.

An thermisch aktiven Tagen erwärmen sich Gebirge und Talflanken. Das thermische Windsystem führt häufig zu talaufwärts gerichtetem Talwind, dessen Stärke im Tagesverlauf zunehmen kann.
Besonnte Hänge erzeugen Hangaufwind. Talwind und Hangwind können sich überlagern und an Geländeformen Prallhänge, Konvergenzen oder lokale Verstärkungen erzeugen.
Nachts kühlen Hänge aus. Dichtere Kaltluft fließt hangabwärts und kann ein berg- bzw. talauswärts gerichtetes nächtliches System aufbauen.
Kaltluft kann sich in Tälern sammeln oder aus Seitentälern ausfließen. Dadurch können lokal andere Windrichtungen entstehen als nach der großräumigen Prognose erwartet.
Engstellen können Talwind beschleunigen. Zusammenströmende lokale Windsysteme können Konvergenzen erzeugen; andere Bereiche geraten ins Lee.
Talwindsysteme hängen von Sonneneinstrahlung, Gelände und überregionaler Wetterlage ab. Windsäcke, Rauch, Wasseroberflächen und lokale Erfahrung zur Plausibilitätskontrolle nutzen.
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Fronten, Hoch & Tief

Prüfungsbezug: Fronten / Hoch / Tief
Warmfront: der klassische langsame Aufzug

Typisch sind zuerst Cirren, die sich verdichten; die Wolkenuntergrenzen sinken allmählich. Das ist der klassische Gegensatz zur oft deutlich dynamischeren Kaltfront.

Kaltfront: Vorboten möglich – aber nicht garantiert

Überentwicklungen, Ac castellani, Ac floccus, Cirrocumulus oder ungewöhnlich verbreitete Aufwinde können vorausgehen. Eine Kaltfront kann aber auch ohne markante Vorboten in ein Fluggebiet vordringen. Deshalb ist die Vorinformation entscheidend.

Nach der Front nicht zu früh „Entwarnung“

Eine durchgreifende Wetterbesserung ist erst zu erwarten, wenn auch in der Höhe die kälteste Luft – der Höhentrog – den Bereich überquert hat.

Hoch/Tief drehen auf der Nordhalbkugel

Hoch: im Uhrzeigersinn. Tief: gegen den Uhrzeigersinn. Ein Zwischenhoch ist relativ hoher Druck zwischen Tiefdruckgebieten. In einem ausgeprägten Sommerhoch sorgt großflächiges Absinken häufig für Wolkenauflösung.

Fronten & Drucksysteme

Fronten und Drucksysteme: Hochdruck auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn, Tiefdruck gegen den Uhrzeigersinn sowie Warm- und Kaltfrontsymbole

Für die Beschriftungen: Grafik seitlich wischen.

✓ Alle neun Module markiert. Jetzt lohnt sich der Prüfungsmodus.
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Merkkarten

Zahlen & Kernaussagen aus dem Meteorologie-Block
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Prüfungsrelevante Meteorologie-Lernziele kompakt zusammengeführt

Die Lernwelt deckt die prüfungsrelevanten Wissensbereiche der Gleitschirm-A-Theorie mit eigenständigen Erklärungen, Grafiken und Übungsaufgaben ab.

Qualitätsanspruch: Fachlich präzise, verständlich aufbereitet und ohne Veröffentlichung fremder Prüfungsfragen oder Prüfungsabbildungen.
BereichStatus
Grundlagen✓ berücksichtigt
Wettervorhersage/-karten✓ berücksichtigt
Wolken✓ berücksichtigt
Föhn✓ berücksichtigt
Thermik✓ berücksichtigt
Wind/Hangaufwind/Luv-Lee✓ berücksichtigt
Gewitter✓ berücksichtigt
Alpines Wetter/Talwind✓ berücksichtigt
Fronten/Hoch/Tief✓ berücksichtigt
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Windy · Wetter in der Praxis

Vom Lernstoff zur aktuellen Modellkarte

Nach der Theorie kommt der Blick auf die Wetterlage. Windy nutze ich als visuelles Werkzeug, um Wind, Wolken, Niederschlag und die zeitliche Entwicklung einzuordnen. Für Altes Lager ist die Karte direkt eingebettet.

Live-Wetterkarte · Gleitschirm

Windy · Altes Lager

Direkter Blick auf den Oberflächenwind am Fluggelände Altes Lager bei Niedergörsdorf.

In Windy öffnen ↗
📍 Startbahn Altes Lager🌬️ Wind · Oberfläche📐 Wind in kt🗺️ interaktive Karte

Hinweis: Die Karte ist ein Planungs- und Lernwerkzeug. Modellwind ist nicht automatisch der tatsächlich am Startplatz herrschende Wind und ersetzt weder aktuelle Flugwetterinformationen noch die Beurteilung vor Ort.