HIMMELSFREI · Persönliche Geschichten

LOGBUCH.

Flüge. Erlebnisse. Neue Horizonte.

Der Himmel verändert den Blick. Hier halte ich fest, was ich unterwegs erlebe, was ich lerne und wohin es als Nächstes geht – ehrlich, persönlich und Schritt für Schritt.

Einträge entdecken

Aus meinem Logbuch

Was mich gerade bewegt.

Keine künstlichen Updates: Neue Einträge gibt es, wenn etwas passiert oder ein neuer Horizont näher rückt.

Herbstnebel · BKN 500 · Schlepp abgebrochen

Wenn die Wolken die Grenze setzen.

Am Morgen lag Altes Lager im dichten Herbstnebel. Später wurde die Sicht am Boden besser – doch die Wolkenuntergrenze blieb sehr niedrig. Ein Start zeigte eindrücklich, wie schnell aus einem ruhigen Flugtag eine klare Wettergrenze werden kann.

Dichter Herbstnebel liegt am Morgen über dem Flugplatz Altes Lager; Fahrzeuge und Hangars sind nur schemenhaft zu erkennen
Der Morgen. Startplatz, Fahrzeuge und Hangars verschwimmen im Dunst.

Der Nebel hatte sich am Boden etwas gelichtet. Spinnennetze trugen unzählige feine Tropfen, während der Horizont weiterhin fast mit dem grauen Himmel verschmolz. Der Wind war mit nur einem Knoten kaum ein Thema. Entscheidend war heute die Höhe: Die Wolkendecke lag bei lediglich etwa 150 Metern über dem Flugplatz.

Im Video startet einer der Piloten an der Winde. Zunächst ist der blau-weiße Schirm klar zu erkennen. Mit zunehmender Höhe wird er vom grauen Wolkenschleier immer stärker verschluckt und ist zeitweise fast nicht mehr zu sehen. Der Schlepp musste abgebrochen werden.

Für mich war genau das die eigentliche Lektion dieses Tages: Gute Sicht am Boden und wenig Wind genügen nicht. Auch der Raum über dem Startplatz muss frei und sicher erkennbar bleiben. Wetterwerte sind keine abstrakten Zahlen – heute konnte man ihre Bedeutung unmittelbar sehen.

Mitgefilmt · Altes Lager

Ein Start, der zur Wetterlektion wurde.

Der Pilot steigt zunächst sichtbar über das Flugfeld. Dann verliert sich der Schirm zunehmend im Wolkenschleier. Als die Sicht nicht mehr ausreicht, wird der Schlepp beendet.

Aufnahme vom 30.10.2026.

Der blau-weiße Schirm im grauen Wolkenschleier. Der Schlepp wird abgebrochen.

Wenig Wind macht noch keinen Flugtag. Entscheidend ist, ob der Himmel auch wirklich frei bleibt.

Saisonabschluss · und was jetzt kommt

Der Schirm macht Winterpause. Der Weg in die Luft geht weiter.

Mit diesem Tag endet für mich zugleich die praktische Gleitschirm-Saison 2026 bei Martin und FlyMagic in Altes Lager. Der Abschluss kam früher, grauer und anders als erhofft – und passt doch zu einer Ausbildung, in der das Erkennen von Grenzen genauso wichtig ist wie der Flug selbst. Mein A-Schein-Weg ist damit nicht beendet: Die praktische Ausbildung geht im Frühjahr weiter.

BZF II beginnt

Start meines Lehrgangs bei der Akaflieg Berlin. Die erste Vorlesung behandelt Grundlagen und Organisatorisches; ab dem 16. November beginnen die Sprechgruppen.

BZF-Lehrgang der Akaflieg Berlin ↗
B-Schein-Theorie

Zwei Theorietage bei FlyMagic. So bleibt der Gleitschirm auch nach dem letzten praktischen Flugtag ein fester Teil meines Winters.

Termine bei FlyMagic ↗
Winter 2026/27
Lernen & Groundhandling

Theorie festigen, Funk trainieren und den Schirm bei passenden Bedingungen am Boden bewegen: Die flugfreie Zeit wird zur Lernzeit.

Nächste Flugpraxis
Zurück ins UL-Cockpit

Als Flugschüler bei LIFT Flugsport freue ich mich darauf, meine UL-Flugstunden in Eberswalde-Finow fortzusetzen.

LIFT Flugsport ↗
Frühjahr 2027
Wieder an den Schirm

Dann soll die praktische Gleitschirmausbildung weitergehen – mit neuen Flügen, mehr Routine und dem nächsten Schritt auf meinem Weg zum A-Schein.

Damit ist für die Gleitschirm-Praxis 2026 ein Deckel drauf. Jetzt heißt es: lernen, am Boden üben, UL fliegen – und sich aufs Frühjahr freuen.

Ein Saisonabschluss – und ganz viel Vorfreude auf das, was als Nächstes kommt. Frank

Drei Flüge, enger gekreist und die erste Acht probiert.

Flüge3
Flugzeit17:20 Minuten
Aufgezeichnete Strecke6,95 km
Maximale Höhe464,4 mlaut Wingman

Nach der langen Rückfahrt aus Südfrankreich wieder am Startplatz in Altes Lager zu stehen, fühlte sich richtig gut an. Die Bedingungen waren gut – und ich war heute dreimal in der Luft.

Im Training ging es ums Nicken, um Kurven und darum, die Kreise noch enger zu fliegen. Vor allem habe ich zum ersten Mal die prüfungsrelevante Acht probiert. Die Acht bin ich innerhalb der vorgegebenen 30 Sekunden geflogen. Ganz rund war sie noch nicht – an der sauberen Form arbeite ich weiter.

Vor dem Start lagen die Helme in einer Reihe bereit. Für mich ist das ein schönes Bild für den gemeinsamen Ablauf am Platz: Ausrüstung prüfen, sich vorbereiten und dann Schritt für Schritt in die Luft gehen.

Und dann gibt es noch das Wimmelbild: Irgendwo ganz klein am Himmel ist ein Gleitschirm unterwegs. Findest du ihn?

Drei Flüge, ein neuer Lernschritt – und die Acht kommt wieder. Frank

Heute blieb ich am Boden – und genau darum ging es.

Ein guter Ausbildungstag mit viel Zeit am Schirm und ohne große Geschichte drumherum.

Beim Groundhandling mit Martin von FlyMagicM stand heute vor allem der sichere Umgang mit dem Schirm im Mittelpunkt. Ich konnte in Ruhe das Vorwärtsaufziehen üben, ebenso das Rückwärtsaufziehen – also dem Schirm zugewandt.

Dazu gehörten natürlich auch die Grundlagen: Leinen sortieren, den Schirm vorbereiten, kontrolliert aufziehen und über dem Kopf stabilisieren.

Kein spektakulärer Flugtag, sondern einfach ein guter Ausbildungstag mit viel praktischer Übung. Genau solche Stunden am Boden helfen dabei, den Schirm immer besser zu verstehen und die Abläufe sicherer werden zu lassen.

Und Spaß gemacht hat es auch. 🌤️

Bis bald über dem Horizont. Frank

Ein Gleitschirmpilot unter seinem grün-gelben Schirm vor einer bedeckten Wolkendecke.

HIMMELSFREI · Windenschleppwoche · Tag 5

Drei Flüge, ein Glücksbringer und Wolken zum Greifen nah.

Ein herbstlicher Tag mit drei Flügen, besseren Kurven und richtig guten Landungen.

Heute geflogen3 Flügeam fünften Tag der Windenschleppwoche
FortschrittKurvenfliegenfühlt sich zunehmend besser an
LandungenRichtig gutdie Übung zahlt sich aus

Heute zeigte sich der Fläming von seiner herbstlichen Seite. Eine dichte Wolkendecke, gedämpftes Licht und zwischendurch ein schmaler Streifen Abendrot am Horizont. Nicht gerade Postkartenwetter – aber ein richtig schöner Flugtag.

Drei Flüge sind es heute geworden. Dabei habe ich vor allem gemerkt, dass sich das regelmäßige Üben langsam auszahlt. Das Kurvenfliegen funktioniert inzwischen deutlich besser, ich werde sicherer im Umgang mit dem Schirm und auch mit meinen Landungen bin ich mittlerweile richtig zufrieden.

Natürlich stehe ich noch ziemlich am Anfang meiner Ausbildung. Umso schöner ist es, wenn man merkt, dass Dinge, über die man vor wenigen Tagen noch intensiv nachdenken musste, allmählich besser funktionieren.

Unter den Wolken

Ein besonderes Erlebnis war heute das Fliegen unmittelbar unter der Wolkendecke. Bei einem der Flüge hatte ich erstmals das Gefühl, die Wolken ganz leicht zu spüren. Ein ungewohnter Eindruck, der mir sicherlich in Erinnerung bleiben wird.

Auch ohne Sonnenschein hat die Landschaft hier ihren Reiz. Gerade die weiten Felder des Flämings unter diesem mächtigen grauen Himmel haben etwas Besonderes.

Eine Hand hält eine Keramik-Zitronenscheibe hoch; im Hintergrund fliegt ein Gleitschirm.
Die Keramik-Zitronenscheibe – ein Geschenk meiner großen Tochter.

Mein ständiger Begleiter

Ein Stück Familie ist immer dabei.

Auf einem der heutigen Fotos ist eine Keramik-Zitronenscheibe zu sehen. Sie ist mein persönlicher Talisman, den ich von meiner großen Tochter geschenkt bekommen habe.

Seitdem begleitet sie mich auf jeder Reise und bei jedem Flug. Auch nach Altes Lager kommt sie selbstverständlich mit.

Manche Dinge haben eben einen Wert, der sich nicht in Euro ausdrücken lässt. ❤️

Nicht nur Gleitschirme am Himmel

Heute waren auch die Drachenflieger wieder unterwegs. Ich finde es interessant, die unterschiedlichen Fluggeräte und die Menschen dahinter kennenzulernen.

Die Fotos zeigen außerdem einen Blick aus der Perspektive der Winde, einige Flugmomente, meinen Landeanflug und die Vorbereitungen am Boden.

Was den Tag zusätzlich schön gemacht hat, waren die vielen interessanten Menschen und Gespräche auf dem Fluggelände. Die Atmosphäre passt einfach.

Und natürlich ein Dankeschön an Martin von FlyMagicM, der uns auch heute wieder hervorragend durch die Ausbildung begleitet hat.

Drei Flüge, bessere Kurven, gelungene Landungen und wieder einiges dazugelernt. So darf es gerne weitergehen.

Gleitschirm über der Landschaft des Flämings in warmem Abendlicht

HIMMELSFREI · Windenschleppwoche · Tag 4

Fünf Flüge. Mehr Gefühl. Mehr Himmel.

Ein anspruchsvoller Flugtag, der mir gezeigt hat, dass neben dem Lernen endlich auch das Genießen Platz bekommt.

Höhenflüge5an einem Flugtag
Höchste erreichte Höheknapp 610 metwa 500 m über Grund
FokusKurven & LandungenSchritt für Schritt sicherer
Windenschlepp-TheorieBestanden ✓Luftrecht · Technik · Praxis

Heute war ein richtig fordernder, aber rundum gelungener Tag in Altes Lager. Fünfmal ging es für mich in die Luft. Der höchste Flug führte auf knapp 610 Meter, also ungefähr 500 Meter über Grund. Vor allem aber ging es heute nicht um Rekorde, sondern um ein immer besseres Gefühl für den Schirm.

Mein Schwerpunkt lag auf dem Kurvenfliegen. Die Steuerbewegungen werden sauberer, die Kurven zunehmend steiler und kontrollierter. Auch bei den Landungen macht es endlich richtig Klick: Jede Landung bringt ein wenig mehr Routine. Dieser Fortschritt fühlt sich beinahe noch besser an als die Höhenmeter.

Ein Selbstläufer war der Tag trotzdem nicht. Der Wind hat uns zwischendurch durchaus gefordert und verlangt, aufmerksam zu bleiben. Umso beeindruckender war es, am Abend sogar noch in der bürgerlichen Dämmerung – nach Sonnenuntergang – fliegen zu können. Der Fläming lag unter mir, das Licht wurde weicher und die brandenburgische Landschaft sah einfach wunderschön aus.

Was mich heute vielleicht am meisten freut: Ich bin nicht mehr ausschließlich im Trainingsmodus. Zwischen Funkanweisungen, Flugaufgaben, Kurven und Landeanflug entstehen inzwischen diese kleinen echten Genussmomente, in denen ich mich einfach umschaue und begreife, warum ich das alles so gern mache.

Am Platz gab es zudem spannende Begegnungen mit anderen Fluggeräten: einem einsitzigen Ultraleichtflugzeug der 120-kg-Klasse und einem Trike. Ganz unterschiedliche Arten, in die Luft zu kommen – aber irgendwie eine große Fliegerfamilie.

Und zum Tagesabschluss noch etwas, worüber ich mich sehr freue: Die Windenschlepp-Theorieprüfung habe ich mit Bravour bestanden. Ein schöner Haken hinter einem wichtigen Ausbildungsschritt. Jetzt freue ich mich auf morgen!

Manchmal merkt man mitten im Lernen, dass man schon angefangen hat, wirklich zu fliegen.

Mehr Himmel. Mehr Möglichkeiten. Frank

HIMMELSFREI · Windenschleppwoche · Tag 3

Flugfrei. Weil Sicherheit vorgeht.

Heute blieb der Schirm am Boden: Die Windbedingungen ließen keinen sicheren Ausbildungsflugbetrieb zu.

Auch das gehört zu meiner ersten Windenschleppwoche. Nicht jeder Ausbildungstag ist ein Flugtag. Wetter beobachten, Grenzen respektieren und Entscheidungen akzeptieren sind ebenso Teil des Lernens wie Start, Flug und Landung.

Statt Höhenmetern stand heute die Wetterentscheidung im Mittelpunkt – und die Vorfreude auf den nächsten geeigneten Flugtag. Die nächste persönliche Etappe folgt im Logbuch am 01. Oktober.

Weiter zu Tag 4 · fünf Flüge und Windenschlepp-Theorie →

HIMMELSFREI-Grafik: 30.09.2026 flugfrei, zu windig für sicheren Gleitschirmbetrieb
30.09.2026: Zu viel Wind für einen sicheren Ausbildungsflugbetrieb.

Ein Flug. 559,3 Meter. Zum ersten Mal Thermik gespürt.

Heute war die Luft deutlich anspruchsvoller als gestern. Für mich als Anfänger war genau das ein besonderer Ausbildungsmoment: kräftiger, böiger Wind, ein hoher Flug, zum ersten Mal Thermik wirklich am Schirm gespürt – und Martin die ganze Zeit ruhig im Ohr.

Startbahn des Flugplatzes Altes Lager unter hellem, von hohen Wolken durchzogenem Himmel
Altes Lager · 29.09.2026. Viel Himmel, viel Wind – und ein Ausbildungstag, der in der Luft und am Boden gleichermaßen hängen bleibt.

Heute war kein Tag für Flugzahlen. Es war deutlich windiger und böiger als gestern. Für mich als Anfänger waren diese Bedingungen ungewohnt und fordernd – und genau deshalb war dieser eine Flug so eindrücklich. Gleichzeitig hat mir der Tag gezeigt, wie viel Sicherheitsdenken und Flexibilität zur Ausbildung gehören: Martin und das FlyMagicM-Team bewerteten die Bedingungen immer wieder neu und die Schleppwinde wurde mehrfach umgesetzt, um auf die Veränderungen zu reagieren. Geflogen wurde im Rahmen der Ausbildung und mit Martins Begleitung über Funk. Gegen 14 Uhr war dann Schluss: Bei Böen von knapp 15 Knoten wurde der Flugbetrieb beendet.

Mein Flug startete laut Wingman um 12:13 Uhr. Nach dem Ausklinken war die Luft spürbar lebendiger. Und dann kam dieser Moment: Zum ersten Mal habe ich Thermik bewusst gespürt. Nicht als Grafik, nicht als Theoriebegriff – sondern direkt am Schirm. Plötzlich bekommt all das, was man vorher über Luftbewegung, Aufsteigen und Sinken gelernt hat, ein ganz anderes Gewicht.

Und dann war da wieder Martin im Ohr: ruhig, klar, unaufgeregt. Gerade für mich als Anfänger war seine Funkbegleitung bei diesen Bedingungen enorm wichtig. Ich konnte fliegen, fühlen und lernen – und wusste gleichzeitig, dass da jemand ist, der den Überblick behält und mich durch den Flug führt.

Wie sehr mich dieser Flug gepackt hat, konnte man offenbar sogar vom Boden hören: Mein Juchzen war noch am Boden zu hören – Hunderte Meter unter mir. Es musste einfach raus. Diese Freude da oben war in dem Moment stärker als jeder Versuch, sie zurückzuhalten.

Fliegen ist einfach so sehr meins. Dieses Gefühl da oben lässt sich kaum vernünftig beschreiben – aber genau deshalb will ich immer weiterlernen.

Start12:1329.09.2026
Flugzeit09:16Wingman
Strecke3,77 kmWingman
Höhengewinn472 mWingman
Max. Höhe559,3 mWingman
Wingman-Auswertung des Fluges vom 29. September 2026 mit Flugspur und Flugdaten
Original Wingman-Auswertung. 9:16 Minuten, 3,77 km Strecke, 472 m Höhengewinn und 559,3 m maximale Höhe.

Mitgefilmt · Altes Lager

Pit in der Luft.

Zwischendurch habe ich selbst die Kamera laufen lassen. Zu sehen ist mein Mitschüler Pit · @pit.mtb ↗ bei einem Flug über Altes Lager – Pit hat bereits den A-Schein und ist ein wirklich guter Pilot. Die Veröffentlichung auf HIMMELSFREI erfolgt mit seiner ausdrücklichen Zustimmung.

Ausgedruckter DHV-Lehrplan Windenschlepp auf einem Tisch
Der windige Nachmittag wurde zum Theorienachmittag – mit dem DHV-Lehrplan Windenschlepp direkt auf dem Tisch.

Nachmittag · Flugschule

Wenn Wissen anfängt, zusammenzuwachsen.

Weil der Wind den praktischen Teil begrenzte, haben wir den Nachmittag für Theorieunterricht in der Flugschule genutzt. Kleine Runde, viel Austausch, individuelle Fragen – genau die Lernatmosphäre, in der ich Dinge am besten sortieren kann.

Besonders schön war die Erkenntnis, dass mein Lernen für SPL-UL-Theorie und BZF zusammen mit den ersten echten Gleitschirmerfahrungen langsam Früchte trägt. Wetter, Funk, Abläufe und das eigene Situationsbild wirken nicht mehr wie getrennte Themen. Immer öfter greift eins ins andere.

Heute war also vielleicht nur ein Flug im Flugbuch – aber ganz sicher kein kleiner Ausbildungstag.

Bis bald über dem Horizont. Frank

Mein allererster Höhenalleinflug.

Heute war der Moment, auf den ich mich gefreut und vor dem ich gleichzeitig großen Respekt hatte: Zum ersten Mal war ich bei einem Höhenflug wirklich allein unter meinem Schirm – und habe oben selbstständig ausgeklinkt.

Mitflugschüler mit Gleitschirm auf dem Fluggelände Altes Lager unter hellem Himmel
Altes Lager · 28.09.2026. Der erste Tag meiner Windenschleppwoche – und gleich ein Meilenstein. Das Bild zeigt einen Mitflugschüler und fängt die besondere Stimmung dieses Tages ein.

Der erste Höhenalleinflug begann an der Winde. Ich flog den Schirm selbst, stieg am Seil auf und musste in der Höhe den Moment erleben, der vorher nur Theorie gewesen war: selbst ausklinken. Danach war ich frei im Flug.

Im Ohr hatte ich Martin Ackermann. Ruhig, klar und genau im richtigen Moment. Diese Funkbegleitung hat mir unglaublich geholfen: Ich konnte mich auf den Schirm, die Flugaufgaben und meinen Ablauf konzentrieren, ohne mich allein gelassen zu fühlen.

Bei diesem allerersten Höhenalleinflug standen nach dem selbstständigen Ausklinken vor allem Steuerkurven, Nickbewegungen durch Anbremsen und Freigeben sowie Rollbewegungen beziehungsweise seitliches Pendeln auf dem Programm. Und es blieb nicht bei diesem einen Flug: Insgesamt wurden es heute vier Höhenflüge. In den drei weiteren Flügen kamen zusätzliche Übungen dazu – darunter auch der Beschleuniger und das Ohren anlegen.

Ganz allein geflogen – aber mit einem großartigen Fluglehrer im Ohr. Genau so fühlt sich Lernen an, wenn Vertrauen und Verantwortung zusammenkommen.

Der unten eingebettete Flug ist genau dieser erste Höhenalleinflug. Kein nachgebauter Track und keine Illustration: Die Wiedergabe stammt aus meiner eigenen Wingman-Aufzeichnung.

Im ersten Höhenalleinflug

SteuerkurvenNickbewegungenRollbewegungen / seitliches Pendeln

In den weiteren Höhenflügen des Tages

BeschleunigerOhren anlegen
Start12:47:1128.09.2026
Flugzeit06:37Wingman-Flugbuch
Strecke2,67 kmWingman-Flugbuch
Max. Bodengeschwindigkeit54,6 km/hWingman
Max. GPS-Höhe435,4 m MSLaus der exportierten Flugdatei
Höhengewinnca. +326 mgegenüber der aufgezeichneten Starthöhe

Bis bald über dem Horizont. Frank

Morgen beginnt die Windenschleppwoche.

Ein Ausblick vor dem ersten Windenschlepptag. Der ursprünglich geplante separate A-Schein-Theoriekurs am 3./4. Oktober wurde später verschoben; die Windenschlepp-Theorie ist davon zu unterscheiden.

Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 beginnt meine Windenschleppwoche in Altes Lager. Nach Schnupperkurs und Groundhandling freue ich mich auf die ersten Ausbildungsstarts an der Winde. Wie hoch es geht und welche Schritte ich erreiche, lasse ich bewusst offen: Ich werde hier Tag für Tag berichten, was wirklich passiert ist.

Update vom 28.09.: Der für den 3. und 4. Oktober geplante A-Schein-Theoriekurs findet leider nicht statt, weil nicht genügend Teilnehmende zusammengekommen sind. Den Theorieunterricht hole ich deshalb im Frühjahr 2027 nach. Schade – aber der praktische Ausbildungsweg geht weiter.

Ab morgen wird aus dem Ausblick Praxis. Ich möchte die Woche hier Tag für Tag ergänzen – mit dem, was ich wirklich gelernt, geflogen und erlebt habe, am liebsten mit meinen eigenen Bildern.

28.09.–02.10.2026Windenschlepp & WindenstartsGeplante praktische Gleitschirmausbildung
Frühjahr 2027Theorie A-ScheinNeuer Anlauf nach ausgefallenem Oktobertermin

Bis bald über dem Horizont. Frank

Frank mit seinem Gleitschirm bei einem früheren Ausbildungstag
Ein Moment aus meiner bisherigen Ausbildung. Der praktische Ausbildungsblock läuft inzwischen; der Theorie-Termin wurde auf Frühjahr 2027 verschoben.

18,25 Knoten in Böen – der Wind hatte heute das letzte Wort.

Ein Traumspot mit Blick aufs Achterwasser, meine Große an meiner Seite – und eine Windmessung, die unsere Pläne durchkreuzte.

Originalfoto: Frank sitzt mit dem eingepackten Gleitschirm am offenen Kofferraum; seine Große steht auf der Wiese und schaut in die Ferne.
Am offenen Kofferraum: Der Schirm bleibt eingepackt. Meine Große und ich genießen trotzdem unseren Abend auf Usedom.

Eigentlich stand heute wieder Groundhandling auf dem Programm. Gemeinsam mit meiner Großen ging es nach Pudagla auf Usedom – an einen wunderschönen Platz mit Blick aufs Achterwasser.

Meine Große begleitet mich immer wieder gerne bei meinen Flugabenteuern und hilft mir dabei, wo sie nur kann. Heute waren wir also wieder gemeinsam unterwegs, um den Schirm auszupacken und ein wenig zu trainieren.

Doch der Wind hatte andere Pläne.

Bis zu 18,25 Knoten in Böen zeigte unser Windmesser! Für meine Groundhandling-Übungen mit dem Swing Arcus 3 sind etwa 5 bis 8 Knoten gleichmäßiger Wind ein deutlich angenehmerer Trainingsbereich. Und die Wetteraussichten versprachen keine Entspannung: Für den folgenden Tag hatte der Deutsche Wetterdienst bereits eine amtliche Warnung vor Sturmböen mit bis zu 38 Knoten herausgegeben, in Schauernähe sogar bis zu 41 Knoten.

Also blieb der Schirm heute im Sack.

Schade? Absolut! Gerade die weiten Wiesen bei Pudagla, mit dem Achterwasser ganz in der Nähe, sind für mich ein Traumort zum Groundhandling. Hier möchte man am liebsten sofort den Schirm auslegen und die Kappe über sich tanzen lassen.

Aber zum Fliegenlernen gehört eben auch, den Wind richtig einzuschätzen und zu wissen, wann es besser ist, am Boden zu bleiben.

Und ganz ehrlich: Mit meiner Großen gemeinsam auf Usedom unterwegs zu sein, ist auch ohne Schirm in der Luft eine schöne Sache.

Der Schirm muss warten. Usedom nicht. Wir kommen wieder! ☁️

SpotZwischen Pudagla & NepperminUsedom · Blick aufs Achterwasser
Gemessene Böenbis 18,25 knAm 19. September 2026
GroundhandlingNicht durchgeführtDer Schirm blieb eingepackt.
Mit dabeiMeine GroßeUnterwegs zu zweit

Neues vom Himmel

Das nächste Kapitel kommt.

Wenn die nächste Erfahrung gemacht ist, geht die Geschichte hier weiter. Du kannst die Seite wieder besuchen oder neue Beiträge ganz unkompliziert über RSS abonnieren – ohne Anmeldung und ohne Newsletter.