Manche Flüge beginnen lange vor dem ersten Start. Mit einer Idee. Einer Landschaft.
Einem Film, der im Kopf hängen bleibt. HIMMELSFREI ist für mich deshalb nicht nur das,
was ich heute fliege – sondern auch das, worauf ich hinarbeite.
Manche Träume brauchen keinen Termin. Nur eine Richtung.
Hero-Visualisierung des geplanten Familienabenteuers · KI-erstelltes Motiv, kein dokumentarisches Foto.
Traum · USA
USA · Border to Border
Ein Familienurlaub mit vier Wochen Weite, Abenteuern und gemeinsamer Vorbereitung.
Die Idee: von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze – nicht als unsupported Abenteuer,
sondern als familienunterstütztes Projekt. Ich fliege einzelne geeignete Etappen mit dem Paramotor,
während meine Frau und unsere vier Mädchen das Ganze in einem großen US-Alkoven-Wohnmobil für bis zu sieben Personen begleiten und zu einer echten Familienreise machen.
Meine Frau spricht Englisch auf Muttersprachniveau – ein riesiger Vorteil für Kommunikation,
Organisation und alles, was unterwegs spontan gelöst werden muss. Als rollende Basis stelle ich mir dafür
ein geräumiges US-Alkoven-Wohnmobil mit Heckträger bzw. Heckhalterung für den Paramotor vor:
flexibel, alltagstauglich und gleichzeitig groß genug, damit unterwegs wirklich Familienreisegefühl entstehen kann.
Die Reise ist als 4‑Wochen‑Konzept gedacht. Die große Linie steht – mit Wüste, Route 66,
Grand Canyon, Page, Zion, Bryce Canyon, Twin Falls, Grand Teton, Yellowstone, Glacier National Park und der
kanadischen Grenze. Bis es wirklich so weit ist, darf die Vorbereitung aber noch in Ruhe wachsen.
Sectionals, NOTAMs, Wetterfenster, lokale Regeln und die genaue Machbarkeit werden später im Detail verfeinert.
Das Video „Amerika mit Paramotor durchqueren – 5000km Unsupported“
von Marlon und Dave ist dafür eine echte Inspiration – nicht als exakte Blaupause, sondern als Erinnerung daran,
wie viel Freiheit, Weite und Entdeckergeist in so einer Idee stecken können.
Grafische Konzeptskizze der geplanten Route. Sie zeigt die gedachte große Linie, Familienhighlights,
Wochenstruktur und die Mischung aus Straßen‑ und Flugetappen – sie ist kein finaler Flugplan.
Die große Linie
Geplante Stopps
Salton Sea / Imperial Valley – Start an der mexikanischen Grenze
Kingman – Route‑66‑Korridor
Grand Canyon National Park
Page / Horseshoe Bend
Kanab / Zion / Bryce Canyon
Bonneville / Salt‑Lake‑Korridor
Twin Falls
Grand Teton National Park
Yellowstone National Park
Glacier National Park
Eureka / Roosville – nahe der kanadischen Grenze
Damit alle etwas davon haben
Familien‑Highlights
Grand Canyon: Aussichtspunkte, Staunen, echte Weite.
Page / Horseshoe Bend: Sonnenuntergänge, Wasser, Landschaft zum Erinnern.
Zion & Bryce: leichte Trails, Canyons und rote Felsen.
Yellowstone: Geysire, Tiere und Naturwunder hautnah.
Grand Teton: Seen, Berge und einer der schönsten Landschaftsräume im Westen.
Glacier: Scenic Drives, Gletscherblicke und das große Finale im Norden.
Fliegerisch gedacht
Worauf es ankommt
Große kontrollierte Lufträume und sensible Bereiche werden bewusst umgangen.
Nationalpark‑Kerne sind vor allem Familienziele – nicht automatisch Flugziele.
Die Route ist als Konzept gedacht und wird später mit Sectionals, NOTAMs und Wetterfenstern präzisiert.
Entscheidend ist, dass Fliegen, Familienlogistik und Machbarkeit zusammenpassen.
HIMMELSFREI · Rebell über Brandenburg · Illustration
Projekt · bestellt
V3 „Rebell“
Weller Flugzeugbau
Nicht höher. Nicht schneller. Näher dran.
Die V3 „Rebell“ ist für mich kein Flugzeug, mit dem man möglichst schnell von A nach B kommen möchte.
Gerade das Gegenteil macht ihren Reiz aus. Sie ist leicht, überschaubar und unmittelbar. Die Steuerung
bleibt mechanisch und direkt, die Konstruktion sichtbar und verständlich – und im offenen Cockpit
gehören Wind, Geräusch und Landschaft ganz selbstverständlich zum Flugerlebnis.
Mit rund 120 Kilogramm Leergewicht, einem unkomplizierten Viertaktmotor und einer Bauweise, die bewusst
auf Überflüssiges verzichtet, erinnert die Rebell daran, wie wenig man eigentlich braucht, um fliegen zu
können. Für mich steckt genau darin ihre Faszination: kein abgeschottetes Reisen, sondern ursprüngliches
Fliegen – nah an der Luft, nah an der Landschaft und nah an dem Gefühl, weshalb ich überhaupt fliegen will.
Keine Fertigungsstraße. Keine Massenproduktion. Roman Weller.
Die Rebell entsteht nicht irgendwo in einer großen Serienfertigung. Roman Weller baut sie in seiner kleinen
Werkstatt in Schwäbisch Hall selbst – handwerklich, Stück für Stück und mit einem Qualitätsanspruch, der genau
zu diesem Flugzeug passt. Entsprechend entstehen nur sehr wenige Maschinen im Jahr. Die Nachfrage ist groß,
die Warteliste deshalb lang.
Und genau auf dieser Warteliste stehe ich inzwischen. Ich bin mit Roman persönlich in Kontakt und erlebe ihn
als unglaublich sympathischen, bodenständigen Menschen, bei dem man sofort merkt, dass die Rebell nicht einfach
ein Produkt ist, sondern ein Stück seines Lebenswerks. Das macht die Vorfreude auf meine eigene Rebell für mich
noch einmal besonderer – auch wenn Geduld ausdrücklich dazugehört.
Mein Platzauf Romans Warteliste.
Der eigentliche Horizont
Luftwandern.
Mit der Rebell möchte ich nicht einfach reisen. Ich möchte Luftwandern. Kleine Flugplätze,
neue Landschaften und Etappen, bei denen nicht nur Start und Ziel zählen. Wetter, Wind, Tageszeit und
der Ort unter den Tragflächen bestimmen den Rhythmus – das Unterwegssein selbst wird zum Erlebnis.
Dazu passt ihre ganze Idee: leicht, reduziert und transportabel. Die mittig geteilten Tragflächen lassen
sich mit etwas Übung auch allein auf- und abbauen, und zerlegt passt die Rebell auf einen offenen Anhänger.
So wird aus einem Flugzeug nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern ein Begleiter für kleine und große Wege
durch den Himmel.
Nicht möglichst weit. Sondern möglichst frei.
Praxis & Flughandbuch · Briggs
Was bedeutet das fürs Luftwandern?
24 lTankinhalt laut Flughandbuch
Ø 4,5 l/hPraxiswert aus dem 1000-Stunden-Erfahrungsbericht
280–310 kmtheoretische Handbuch-Reichweite
Das Flughandbuch nennt für den Briggs & Stratton je nach Flugweise und Abflugmasse einen Verbrauch von
5–7 l/h. Einen spannenden Gegenwert aus der Praxis liefert der Langzeit-Erfahrungsbericht nach mehr als
1000 Flugstunden: Dort wird ein durchschnittlicher Verbrauch von rund 4,5 l/h genannt.
Gerade für das Luftwandern zeigt dieser Praxiswert, wie sparsam die Rebell unterwegs sein kann.
Das Flughandbuch bleibt für die Reichweitenplanung die konservative Grundlage: Unter Standardbedingungen
auf Meereshöhe und ohne Wind nennt es rund 4,4 Stunden beziehungsweise 310 km bei 70 km/h sowie 3,1 Stunden
beziehungsweise 280 km bei 90 km/h.
Wichtig: Die Handbuchwerte berücksichtigen ausdrücklich keinerlei Reserve. Sie sind daher
keine Planungsreichweite. Für echte Flüge zählen der individuell ermittelte Verbrauch, Wetter, Wind,
Abflugmasse und eine ausreichende Kraftstoffreserve.
Nicht Rekorde, Geschwindigkeit oder Technik um ihrer selbst willen – sondern mit einem extrem
leichten, einfachen Flugzeug wirklich unterwegs sein. Zelt, Schlafsack, kleine Plätze und Etappen,
die sich aus Wetter, Landschaft und Zeit ergeben: genau dieses Bild vom Luftwandern passt für mich
zur Rebell und zu HIMMELSFREI.
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Horizont · eigenes Flugzeug
SD-1 Minisport
SD Planes · Status: im Blick
Eine zweite Idee, die mich nicht mehr loslässt.
Die V3 Rebell bleibt mein Favorit. Sie ist bestellt, ich stehe auf Romans Warteliste –
und an ihrer Einfachheit, ihrem Charakter und diesem ursprünglichen Gefühl des Luftwanderns hat sich für mich nichts geändert.
Und trotzdem gibt es inzwischen ein zweites Flugzeug, das ich ausgesprochen spannend finde: die
SD-1 Minisport. Geschlossene Kabine, sehr kompakte Abmessungen, geringer Verbrauch und eine
Reisegeschwindigkeit, mit der man wirklich Strecke machen kann – ein ganz anderer Ansatz als die Rebell,
aber genau deshalb so reizvoll.
Für mich wäre dabei eines klar: Wenn SD-1, dann mit Bugrad. Die Dreibeinversion passt für mich
am besten zu der Idee eines kleinen, unkomplizierten Reiseflugzeugs. Der aktuelle Konfigurator des deutschen
Musterbetreuers führt dafür ausdrücklich ein Dreibein-Fahrwerk 120 kg (TG) auf.
Die Rebell steht für Offenheit, unmittelbares Fliegen, Luftwandern und diesen ganz eigenen ursprünglichen Charme.
Die SD-1 steht für Effizienz, geschlossene Kabine, Strecke und die spannende Frage, wie viel „richtiges Flugzeug“ in der 120-kg-Klasse möglich ist.
Die Rebell hat die Nase vorn. Aber die SD-1 bleibt im Blick.
Mein Ausbildungsumfeld · EDAV
Warum Eberswalde für die SD-1 noch interessanter wird.
Ein Punkt macht die SD-1 für mich noch konkreter: LIFT Flugsport – meine Flugschule – ist am
Flugplatz Eberswalde-Finow (EDAV) aktiv, fliegt selbst eine SD-2 Sportmaster und führt die
SD-Planes direkt im eigenen Angebot. Auf der LIFT-Seite werden sowohl die SD-1 Minisport
als auch die SD-2 Sportmaster mit technischen Daten und Preisen vorgestellt.
Genau dadurch wird Eberswalde für mich besonders spannend: Ausbildung, praktische Erfahrung mit der SD-Familie
und ein direkter Ansprechpartner für die SD-1 liegen in meinem vertrauten fliegerischen Umfeld zusammen.
Die SD-1 ist damit für mich kein abstraktes Projekt irgendwo weit weg, sondern ein Flugzeug, mit dem ich mich
direkt über LIFT Flugsport beschäftigen kann.
SD-1 Minisport · echte 120-kg-Ausführung.
Foto: Anne1234 / Wikimedia Commons ·
CC BY-SA 4.0 ·
Quelle ↗HIMMELSFREI · SD-1 über der Seenlandschaft.
Drei Bilder · drei Perspektiven
Flug. Maschine. Vorstellung.
Oben: die echte SD-1 im Flug. Daneben ergänzt eine reale 120-kg-Ausführung am Boden die technische Perspektive.
Das HIMMELSFREI-Motiv zeigt schließlich genau die Stimmung, die mich an der SD-1 reizt: kompakt, schnell und frei über der Landschaft.
Manche Ziele brauchen Jahre. Manche beginnen mit einem Klick. Was sie alle brauchen:
den Mut, sie auszusprechen. Hier dokumentiere ich meine Träume – und wie aus ihnen
irgendwann Wirklichkeit werden kann.